Dekobild wut kind

„Ich will aber NICHT!!!“ – Willkommen im Wut-Orkan

Du stehst im Flur.
Die Schuhe sollen angezogen werden.
Dein Kind? Liegt schreiend auf dem Boden.
Barfuß. Wütend. Außer sich.

Und du?
Zwischen Mitgefühl, Verzweiflung und dem ganz leisen Gedanken:
„WTF – ich kann nicht mehr.“

Klingt vertraut?

Dann bist du hier genau richtig.


Warum Wutanfälle nicht „falsch“ sind – sondern überlebenswichtig

Kinder flippen nicht aus, um dich zu ärgern.
Sie schreien, treten, weinen oder beißen, weil ihr System gerade überlastet ist.

Wut = Schutzreaktion

In der kindlichen Entwicklung ist Wut ein wichtiges Signal:

  • „Ich bin überfordert.“

  • „Ich will das nicht.“

  • „Ich versteh die Welt grad nicht.“

Was für uns wie Theater aussieht, ist für dein Kind ein innerer Sturm, den es noch nicht selbst regulieren kann.

Und das bedeutet:
Dein Kind braucht dich – gerade dann, wenn es sich am „schlimmsten“ benimmt.


Was du NICHT tun solltest (auch wenn’s schwerfällt)

🚫 Schreien

Dein Nervensystem ist am Limit – aber laut werden bringt Öl ins Feuer. Kinder reagieren dann noch panischer oder gehen innerlich in den Rückzug.

🚫 Strafen

Sätze wie „Dann bleibst du eben hier sitzen!“ oder „Jetzt gibt’s keinen Nachtisch“ helfen in dem Moment nicht – sie lassen das Kind allein mit seinen Gefühlen.

🚫 Ignorieren (wenn’s echte Not ist)

Natürlich darfst du Abstand nehmen. Aber dauerhaft ignorieren signalisiert:
„Deine Gefühle sind zu viel.“


Erste Hilfe bei Wutanfällen – was wirklich hilft

1. Bleib ruhig – so gut du kannst

Dein Kind braucht deine Stabilität.
Wenn du das gerade nicht leisten kannst, sag ehrlich:

„Ich brauch kurz Luft holen – dann bin ich wieder für dich da.“

Authentisch sein ist besser als sich verstellen.


2. Sprich wenig – aber bleib präsent

In akuten Momenten hilft kein Vortrag.
Besser sind:

  • Körpersprache: offen, zugewandt

  • Wenige Worte: „Ich bin da.“ / „Du bist sicher.“

  • Nonverbale Nähe: ein Kissen anbieten, Blickkontakt suchen, Hände offen lassen


3. Erkenne das Gefühl, nicht das Verhalten

„Du bist richtig wütend, hm?“
„Das war dir total wichtig.“
„Du wolltest das alleine machen.“

Das Gefühl bekommt Raum – ohne das Verhalten zu loben oder zu bestrafen.


4. Lass den Wutanfall zu (sicher & begleitet)

Wenn dein Kind tobt, schrei nicht dagegen an.
Achte auf Sicherheit (keine Verletzungsgefahr), bleib in der Nähe, sag z. B.:

„Du darfst wütend sein. Ich pass auf dich auf.“

Je öfter du das schaffst, desto mehr lernt dein Kind:
Wut ist okay. Und ich bin damit nicht allein.


5. Komm danach in Verbindung – nicht in Belehrung

Nach dem Sturm: Nähe. Verständnis. Vielleicht sogar ein bisschen Humor.

„Puh, das war ein großes Gewitter. Magst du erzählen, was los war?“

Du kannst später gemeinsam überlegen:

  • Was hat dich geärgert?

  • Was brauchst du beim nächsten Mal?

  • Wie können wir das zusammen lösen?

Dekobild wut kind

Dein Freebie für die ruhigen (und stürmischen) Phasen

Damit ihr auch zwischen den Wutausbrüchen gut durch den Tag kommt, hab ich etwas für euch vorbereitet:

💛 Familienplan & Emotionscheck – 0 € Printable

  • Emotionsskala (für kleine Kinder verständlich)

  • Reflexionsfragen für ruhige Momente

  • Wochenplan mit Platz für gemeinsame Rituale

🧡 → Hilft dabei, Gefühle rechtzeitig zu erkennen, bevor es eskaliert.
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Was du langfristig tun kannst – damit es gar nicht erst so oft eskaliert

📌 1. Wutauslöser erkennen

Beobachte dein Kind:

  • Wann häufen sich die Wutanfälle?

  • Gibt’s bestimmte Trigger (Hunger, Müdigkeit, Übergänge)?

→ Wut ist oft ein Symptom, kein Problem.


📌 2. Übergänge vorbereiten

Statt „Wir gehen JETZT los“, sag z. B.:

„In 5 Minuten gehen wir los – möchtest du noch selbst den Reißverschluss zumachen?“

→ Kinder brauchen Vorwarnung & Mitbestimmung.


📌 3. Entscheidungen ermöglichen

„Möchtest du die rote oder blaue Hose?“
„Willst du dich erst anziehen oder erst Zähne putzen?“

Klingt banal, ist aber Gold wert:
Mitentscheiden = Gefühl von Kontrolle = weniger Wut.


📌 4. Gefühle gemeinsam benennen üben

Du kannst Bücher anschauen, Gefühle nachspielen, kleine Spiele machen:

🧸 „Wie schaut Wut aus?“
🦁 „Was macht der Körper, wenn man richtig sauer ist?“
🌈 „Was hilft der Wut, wieder kleiner zu werden?“

→ So entsteht ein inneres Vokabular für später.


Was, wenn du selbst wütend wirst?

Ganz ehrlich – du darfst ausflippen.
Nicht auf dein Kind – aber du darfst fühlen, dass du am Limit bist.

Was hilft:

  • Kurz rausgehen

  • Tief atmen (ja, wirklich)

  • Die Szene innerlich „von außen“ anschauen

  • Nach dem Wutanfall: entschuldigen, ohne dich zu schämen

„Ich bin vorhin laut geworden. Das tut mir leid. Ich war überfordert – wie du manchmal auch.“

→ Beziehung statt Perfektion.

Dekobild wut kind

Kurs-Tipp für noch mehr Bindung statt Brüllen

Wenn du dich öfter fragst:
„Wie kann ich ruhig bleiben, wenn mein Kind mich so triggert?“
Dann schau dir diesen Kurs an:

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  • Lerne, wie du kindliche Gefühle verstehst und liebevoll begleitest

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Fazit: Wut ist keine Gefahr – sondern ein Gefühl

Ein Wutanfall ist nicht das Ende deiner Geduld.
Sondern der Anfang von echter Verbindung.

Was du mitnehmen kannst:

  • Kinder zeigen Wut, wenn sie überfordert sind – nicht um dich zu ärgern

  • Du darfst ruhig bleiben, aber auch ehrlich sagen, wenn’s zu viel ist

  • Kleine Tools wie Emotionsskalen oder Mitbestimmung helfen schon viel

  • Du bist nicht allein – wirklich nicht


Frage an dich:
👉 Was hilft dir in einem dieser WTF-Momente am meisten?

Kommentier gerne oder hol dir das Freebie – es ist dein Begleiter im Familienchaos 💛


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