Frühjahrsputz-Vorbereitung: 10 Dinge, die du schon im Januar angehen solltest
Nichts davon ist Putzen. Aber alles davon macht den Frühjahrsputz im März kürzer.
KI-generiertes BildIm Januar denkt kaum jemand an Frühjahrsputz. Draußen ist es um halb fünf dunkel, die Fenster würde man jetzt sowieso nicht putzen, und nach den Feiertagen ist die Lust auf große Projekte eher überschaubar.
Trotzdem ist der Januar ein ziemlich guter Monat, um ein paar Dinge vorzubereiten. Nicht die Fenster und nicht den Balkon. Eher die Sachen, die man bei Kälte und Dunkelheit gut drinnen erledigen kann und die im März sonst alles aufhalten. Papierkram zum Beispiel. Oder die Frage, ob die Kinder im April eigentlich noch in ihre Übergangsjacken passen.
Dieser Artikel ist der erste Teil. Der eigentliche Frühjahrsputz, mit Ausmisten, Winterwechsel und Fenstern, steht in Frühjahrsputz leicht gemacht. Hier geht es um das, was vorher passieren kann, damit die vier Wochen im März nicht sechs werden.
Die zehn Punkte sind grob nach Januar und Februar sortiert. Du musst nicht alle machen. Schon drei oder vier sparen im Frühling eine Menge Zeit.
Die 10 Dinge
Putzmittel und Werkzeug durchsehenJanuar
Klingt unspektakulär, spart aber im März den typischen Moment: Man ist endlich motiviert, und dann ist der Kalkreiniger leer, der Abzieher hat einen Riss und die Mikrofasertücher sind grau.
Einmal alles aus dem Putzschrank holen. Was leer ist, kommt weg. Was eingetrocknet oder seit Jahren nicht benutzt wurde, auch. Reste von Lösungsmitteln oder sehr scharfen Reinigern gehören übrigens nicht in den Ausguss. Wohin genau, regelt die Gemeinde, oft ist es das Schadstoffmobil oder der Wertstoffhof.
Zum Werkzeug gehört mehr als Reiniger. Sind noch Staubsaugerbeutel oder Filter da? Hat die Leiter noch alle Sprossen? Liegt der Wischmopp-Bezug seit Monaten grau im Eimer? Solche Kleinigkeiten fallen sonst genau dann auf, wenn man eigentlich loslegen will.
Dann eine Liste schreiben, was für den Frühjahrsputz fehlt. Die kommt einfach mit auf den nächsten Einkaufszettel, dann ist im März alles da.
Die Vorräte leer kochen, statt sie nur zu sortierenJanuar
Nach Weihnachten ist der Vorratsschrank oft voller als sonst. Angebrochene Nüsse vom Backen, die dritte Packung Reis, Linsen aus dem Sommer, Dosen, von denen keiner mehr weiß, warum sie gekauft wurden.
Statt das alles nur ordentlich einzuräumen, lohnt sich ein anderer Ansatz: zwei, drei Wochen lang bewusst aus den Vorräten kochen. Jede Woche ein oder zwei Gerichte, die sich aus dem ergeben, was schon da ist. Linseneintopf, Reispfanne, Nudeln mit dem, was die Dosen hergeben.
So eine Woche kann ganz unspektakulär aussehen: Montag Linsensuppe mit den Möhren, die noch im Kühlschrank liegen. Mittwoch Reispfanne mit Erbsen aus dem Tiefkühler und der angebrochenen Kokosmilch. Freitag Nudeln mit Tomaten aus der Dose und den letzten Walnüssen vom Plätzchenbacken. Nichts davon ist ein Rezept zum Vorzeigen, aber es macht satt und den Schrank leerer.
Im Februar ist der Schrank dann leerer, und das Einräumen geht fast von allein. Nebenbei wird der Einkauf im Januar etwas günstiger, was nach Weihnachten selten schadet.
Den Papierkram vom letzten Jahr abschließenJanuar
Der Januar ist der natürliche Monat dafür. Kontoauszüge, Rechnungen, Belege für die Steuer, Nebenkostenabrechnung, Arztrechnungen, alles, was im letzten Jahr angefallen ist, kommt zusammen in einen Ordner oder eine Mappe mit der Jahreszahl drauf.
Wer die Steuererklärung selbst macht, hat danach alles an einem Ort. Wer sie abgibt, auch. Und im März liegt nicht mehr irgendwo auf der Kommode ein Stapel, bei dem man nicht weiß, ob er noch gebraucht wird.
Wenn sich das Papier bei euch das ganze Jahr über irgendwo sammelt, lohnt sich ein fester Eingangskorb. Wie der funktioniert, steht in den 5 Haushaltssystemen, die dir Entscheidungen abnehmen.
Die Fotos vom letzten Jahr sortierenJanuar
Ein Punkt, der auf den ersten Blick nichts mit Frühjahrsputz zu tun hat. Aber auf den meisten Familienhandys liegen tausende Fotos, dazu Screenshots, doppelte Aufnahmen und fünfzehn fast gleiche Bilder vom Kindergeburtstag.
Ein, zwei Abende im Januar reichen, um das letzte Jahr durchzugehen. Doppeltes und Unscharfes löschen, die guten Bilder in einen Ordner oder ein Album. Wer mag, macht daraus gleich ein Fotobuch, solange die Erinnerung noch frisch ist.
Nebenbei ist das eine gute Grundlage für einen Jahresrückblick, falls du den machen möchtest. Wie der aussehen kann, steht in der Jahresreflexion.
KI-generiertes BildEine Sammelkiste im Flur aufstellenJanuar
Eine Kiste, ein Karton oder eine große Tasche, irgendwo im Flur oder Abstellraum. Alles, was in den nächsten Wochen auffällt und weg kann, kommt da rein. Das zu kleine Kinderbuch, die Vase, die nie benutzt wird, die dritte Kuchenform.
Der Vorteil: Das Ausmisten passiert nebenbei, ohne dass man sich dafür extra Zeit nehmen muss. Wenn im März der eigentliche Frühjahrsputz beginnt, ist schon einiges weg, und die erste Woche geht deutlich schneller.
Wichtig ist nur, dass die Kiste regelmäßig geleert wird. Einmal im Monat zum Sozialkaufhaus oder in den Kleiderspendencontainer. Sonst wird aus der Sammelkiste ein Lager. Falls du nicht weißt, womit du anfangen sollst: In 10 Dinge, die du sofort ausmisten kannst findest du eine kurze Liste für den Anfang.
Den Keller für den Frühling vorsortierenFebruar
Im Keller oder auf dem Dachboden liegt meistens alles, was im Frühling und Sommer gebraucht wird. Balkonkissen, Planschbecken, Sandspielzeug, der Sonnenschirm, die Fahrradtaschen. Meistens liegt es ganz hinten, weil im Herbst die Wintersachen davorgestellt wurden.
Im Februar reicht eine halbe Stunde, um einmal durchzugehen. Was ist kaputt? Was fehlt? Und was sollte für den Frühling nach vorne, damit man im April nicht erst die Weihnachtskisten umräumen muss, um an die Gartenstühle zu kommen?
Wer dabei gleich Platz für die Wintersachen einplant, die im März in den Keller wandern, hat es beim eigentlichen Frühjahrsputz leichter.
Die Frühlingskleidung der Kinder durchsehenFebruar
Der Punkt, der in Familien am meisten Zeit spart. Übergangsjacken, Regenhosen, Gummistiefel, Sneaker, leichte Mützen. Im letzten Frühling gekauft, seitdem im Schrank oder im Keller.
Jetzt, im Februar, einmal alles anprobieren lassen. Was passt noch? Was ist zu klein? Was fehlt? Kinderfüße und Kinderarme wachsen über den Winter, und meistens fällt es erst am ersten warmen Tag auf, dass die Gummistiefel drücken und die Regenjacke an den Ärmeln zu kurz ist.
Bei Schuhen hilft ein einfacher Trick: Einlegesohle rausnehmen und das Kind barfuß draufstellen lassen. Vorne sollte noch etwas Platz sein, damit der Fuß beim Laufen nicht anstößt. Ist die Zehe schon am Rand, wird es Zeit für die nächste Größe, auch wenn das Kind sagt, dass nichts drückt. Kinder merken das oft selbst nicht.
Wer das im Februar weiß, hat Zeit, in Ruhe nachzukaufen oder gebraucht zu suchen. Wer es erst im April merkt, kauft meistens schnell und teurer.
Beim Kinderbasar eine Verkaufsnummer sichernFebruar
Viele Kindergärten, Schulen und Gemeinden veranstalten im Frühjahr Kinderkleidungsbasare. Die Termine liegen oft im März, die Vergabe der Verkaufsnummern aber schon Wochen vorher. Und die sind in manchen Orten schnell weg.
Wer im Februar nachschaut, wann und wo es Basare gibt, und sich rechtzeitig eine Nummer sichert, kann die zu klein gewordenen Sachen aus Punkt 7 direkt dort verkaufen. Gleichzeitig kann man dort nach passender Frühlingskleidung in der nächsten Größe schauen.
Die Sachen für den Basar kommen dann gleich in eine eigene Kiste, sortiert nach Größen. Das spart am Abend vor der Abgabe eine Menge Stress.
Für die Punkte auf dieser Liste hilft ein Wochenplan, in den du einträgst, was in welcher Woche dran ist und wer sich darum kümmert. Den gibt es im Workbook, zusammen mit dem Rollenverteilung-Check und einer Morgenroutine-Vorlage.
Workbook für 0 € holenTermine für Handwerker und Dienstleister früh anfragenFebruar
Im Frühling wollen alle gleichzeitig dasselbe. Den Fensterputzer, den Teppichreiniger, den Gärtner für die Hecke, jemanden für die Markise, die Werkstatt für den Reifenwechsel. Wer im April anruft, wartet oft bis Juni.
Deshalb im Februar überlegen: Was soll im Frühling gemacht werden, das nicht selbst erledigt wird? Und dann direkt anfragen. Viele Betriebe vergeben ihre Frühjahrstermine schon im Winter.
Das gilt übrigens auch für Dinge, die man gern verschiebt. Die Heizungswartung, den Schornsteinfeger, die Kontrolle am Dachfenster. Wenn der Termin einmal im Kalender steht, ist er erledigt, zumindest im Kopf.
KI-generiertes BildDen Frühjahrsputz im Kalender verteilenEnde Februar
Der letzte Punkt macht aus der Vorbereitung einen Plan. Ende Februar trägst du die vier Wochen Frühjahrsputz in den Kalender ein. Ausmisten, Winterwechsel, die vergessenen Ecken, Balkon und Eingang, jeweils mit zwei oder drei festen Terminen pro Woche. Wie diese vier Wochen aussehen, steht in Frühjahrsputz leicht gemacht.
Und dabei gleich festlegen, wer welche Woche übernimmt. Sonst passiert, was bei Frühjahrsputz fast immer passiert: Eine Person plant, eine Person fängt an und eine Person macht am Ende das meiste. Wenn das bei euch grundsätzlich so läuft, lohnt sich vorher ein Blick in den Rollenverteilung-Check.
Ich selbst mache den eigentlichen Frühjahrsputz übrigens meistens an einem einzigen Wochenende, Samstag und Sonntag, zusammen mit meinem Partner. Vorher schreibe ich eine Liste, Raum für Raum. Dann gehen wir gemeinsam von Raum zu Raum, und jeder nimmt sich eine Aufgabe. Am Sonntagabend ist es dann wirklich erledigt. Das klappt aber nur, weil vieles von der Liste hier vorher schon passiert ist. Sonst würde ein Wochenende nie reichen.
Wer lieber in Etappen putzt, verteilt die vier Wochen im Kalender. Das kann ganz schlicht aussehen: Erster Samstag im März, 10 Uhr: Küche und Bad ausmisten, beide. Dienstag danach, abends: Wintersachen der Kinder sortieren, Tom. Zweiter Samstag: Keller umräumen, Anna. Mehr braucht es nicht. Der Rest ergibt sich, wenn die ersten Termine stehen.
Wer den Kalender für das ganze Jahr ohnehin im Januar angelegt hat, trägt den Frühjahrsputz einfach dazu.
Zum Abschreiben oder als Screenshot. Abhaken, was erledigt ist.
Warum das im Januar leichter ist als im März
Man könnte natürlich alles erst im März machen. Aber es gibt ein paar gute Gründe, es nicht zu tun.
Der erste ist ganz praktisch: Im Januar und Februar ist man sowieso mehr drinnen. Die Abende sind lang, draußen ist nicht viel los, und für Papierkram oder Fotos braucht man kein gutes Wetter. Im März dagegen will man eigentlich raus, sobald die Sonne scheint.
Der zweite Grund: Manche Dinge haben Fristen, die im März schon vorbei sind. Die Verkaufsnummern für den Kinderbasar. Die guten Termine beim Fensterputzer. Die Übergangsjacke in der richtigen Größe, bevor alle anderen auch eine suchen.
Und der dritte: Wenn im März die Hälfte der Vorbereitung schon erledigt ist, fühlt sich der Frühjahrsputz nicht mehr wie ein großer Berg an. Die Kiste für die Spende steht schon voll im Flur, der Papierkram ist abgeheftet, der Keller ist sortiert. Übrig bleiben die eigentlichen Putzaufgaben, und die sind überschaubar.
Was im Januar noch nicht dran ist
Genauso wichtig wie die Liste oben ist die Frage, was man im Winter besser liegen lässt.
Fenster zum Beispiel, bei mir sowieso die Aufgabe, die ich jedes Jahr am längsten vor mir herschiebe. Im Januar gibt es dafür immerhin eine gute Ausrede: Bei Frost oder Dauerregen zu putzen bringt wenig. Das Wasser friert an oder die Scheiben sind nach einem Tag wieder voller Regentropfen. Das hat Zeit bis März oder April.
Auch die Wintersachen bleiben, wo sie sind. Die dicken Jacken, Mützen und Stiefel werden im Februar oft noch gebraucht, manchmal sogar im März. Sie jetzt schon wegzuräumen führt nur dazu, dass man sie bei der nächsten Kältewelle wieder aus dem Keller holt.
Der große Tiefenputz mit Heizkörpern, Matratzen und Polstern ist im Frühling besser aufgehoben. Dann kann man lüften, Decken draußen ausklopfen und Kissen auf dem Balkon trocknen lassen. Im Januar trocknet in einer Wohnung mit geschlossenen Fenstern alles deutlich langsamer.
Mit Kindern: wer übernimmt was?
Einige Punkte auf dieser Liste eignen sich gut, um Kinder einzubinden. Das hat weniger mit Erziehung zu tun. Es geht schlicht um ihre eigenen Sachen.
Beim Anprobieren der Frühlingskleidung sind sie ohnehin dabei. Größere Kinder können selbst sagen, was zu klein ist, und die Sachen für den Basar in eine Kiste packen. Beim Fotosortieren sind Kinder oft erstaunlich gut darin, die unscharfen Bilder zu finden. Bei der Sammelkiste im Flur können sie mitmachen, indem sie eigenes Spielzeug dazulegen, mit dem sie nicht mehr spielen.
Für den Keller und den Papierkram sind eher die Erwachsenen zuständig. Aber auch da gilt: nicht alles bei einer Person lassen. Eine übernimmt den Papierkram, die andere den Keller. Dann ist nach einer Woche beides erledigt.
Der Familien-Wochenplan
Zehn Punkte über zwei Monate funktionieren nur, wenn sie irgendwo stehen, wo alle sie sehen. Im Familien-Wochenplan tragt ihr ein, was in welcher Woche dran ist. Die Rollenverteilung zeigt, wer sich kümmert, und über die Aufgabenrotation landet nicht alles bei derselben Person.
Familien-Wochenplan ansehenUnd wenn der Januar schon vorbei ist?
Dann ist das auch kein Problem. Die meisten Punkte funktionieren genauso gut im Februar oder Anfang März. Nur bei zwei Dingen würde ich nicht zu lange warten: bei der Basar-Nummer und bei den Handwerkerterminen. Die haben echte Fristen.
Alles andere lässt sich zur Not auch in die erste Woche des eigentlichen Frühjahrsputzes schieben. Falls sich im Januar eher der ganze Alltag neu sortieren muss, mit Kalender, Wochenrhythmus und Routinen, ist der Artikel zum Neuanfang im Januar der bessere Startpunkt. Der Frühjahrsputz kann dann ein paar Wochen später kommen.
Häufige Fragen
Wann sollte man mit dem Frühjahrsputz anfangen?
Die eigentliche Reinigung passt am besten zwischen Mitte März und Ende April. Die Vorbereitung, also Papierkram, Vorräte, Keller und Kinderkleidung, lässt sich aber gut schon im Januar und Februar erledigen.
Was kann man im Januar schon für den Frühjahrsputz tun?
Putzmittel prüfen, Vorräte aufbrauchen, Papierkram abschließen, Fotos sortieren und eine Sammelkiste für Aussortiertes aufstellen. Im Februar kommen Keller, Frühlingskleidung der Kinder und Termine für Handwerker dazu.
Muss ich alle zehn Punkte machen?
Nein. Schon drei oder vier davon machen den Frühjahrsputz im März deutlich kürzer. Am meisten bringen meistens der Papierkram, die Sammelkiste und der Größen-Check bei der Kinderkleidung.
Wenn du heute nur eine Sache machen willst, stell die Sammelkiste in den Flur. Sie kostet keine Zeit und arbeitet die nächsten Wochen einfach mit. Im März wirst du überrascht sein, was schon alles drin ist.
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