Es gibt diese besondere Stille zwischen den Jahren, wenn die Welt kurz langsamer wird. Die Lichter brennen noch, doch die Tage fühlen sich anders an – wie ein leises Innehalten, bevor etwas Neues beginnt. In dieser Zwischenzeit mischen sich Dankbarkeit, Müdigkeit und vielleicht auch ein Hauch von Unsicherheit. Du blickst zurück auf Monate voller Ereignisse, Menschen und kleiner Wunder, aber auch auf Dinge, die schwer waren, die du noch nicht ganz losgelassen hast.

Mit diesen 10 Journaling-Fragen kannst du deinen Jahreswechsel bewusst reflektieren, loslassen, was dich belastet, und mit Klarheit ins neue Jahr starten.

Genau jetzt ist der perfekte Moment, um aufzuschreiben, was in dir vorgeht. Nicht, um Pläne zu machen oder Vorsätze zu formulieren, sondern um zu verstehen. Um Klarheit zu finden. Um dich selbst wieder zu hören, bevor das neue Jahr beginnt.

Atme. Schreib. Lass los.

Journaling ist kein To-do-Punkt auf einer Liste. Es ist eine Einladung, dich selbst zu begleiten – ehrlich, leise, liebevoll. Und gerade am Jahresende kann es zu einem kleinen Ritual werden, das dir hilft, loszulassen, was nicht mehr zu dir gehört, und Raum zu schaffen für das, was kommen darf.

Wenn du das alte Jahr loslassen und mit mentaler Klarheit ins neue starten möchtest, hol dir den 0 € Mini-Mindset-Reset – eine geführte Journaling-Übung für Reflexion und Neuanfang.


Warum der Jahreswechsel die beste Zeit für Journaling und Selbstreflexion ist

Es gibt kaum einen Zeitpunkt im Jahr, an dem so viele Gedanken in uns kreisen wie in diesen Tagen. Wir spüren, dass etwas endet, und gleichzeitig wissen wir, dass etwas Neues auf uns wartet. Dieses Gefühl, zwischen zwei Kapiteln zu stehen, ist kraftvoll – und genau deshalb eignet sich der Jahreswechsel perfekt für Journaling.

Wenn du schreibst, hältst du diesen Zwischenraum fest. Du gibst dem, was in dir tobt oder sich leise meldet, einen Platz auf dem Papier. Studien zeigen, dass solche Übergangsphasen psychologisch wichtig sind. Sie helfen uns, uns selbst zu ordnen, Bilanz zu ziehen und zu entscheiden, was wir mitnehmen möchten und was wir zurücklassen dürfen.

Flatlay mit Notizbuch, Stift und Eukalyptuszweigen auf hellem Holztisch. Sanfte Beige- und Grüntöne schaffen eine minimalistische, natürliche Stimmung – perfekt für Achtsamkeit und Journaling.

Vielleicht spürst du, dass du bereit bist – aber noch nicht weißt, wohin.

Oft wollen wir zu schnell in den Neuanfang springen. Wir nehmen uns Vorsätze vor, die auf Druck und Erwartungen basieren, statt auf echtem Verständnis. Doch Veränderung beginnt nicht mit Disziplin, sondern mit Bewusstsein.

Bevor du also überlegst, was du im neuen Jahr „besser machen“ willst, nimm dir einen Moment, um hinzuschauen, wer du gerade bist.

Jetzt darf es leicht sein.

Mach es dir gemütlich. Nimm dein Journal, vielleicht eine Tasse Tee und einen ruhigen Abend. Schreib einfach los, ohne Ziel, ohne Filter. Du wirst überrascht sein, wie viel Klarheit entsteht, wenn du dich traust, ehrlich zu sein.

Wenn du danach tiefer in das Thema Loslassen eintauchen willst, lies auch: Neuanfang mit Leichtigkeit – wie du Altes loslässt und mental aufräumst.

Im nächsten Abschnitt findest du 10 Fragen, die dich Schritt für Schritt durch deinen persönlichen Jahresrückblick führen.

Frau schreibt in ihr Journal am Fenster bei winterlichem Licht. Neben ihr stehen Kerzen und eine Tasse Tee. Das Bild vermittelt Ruhe, Selfcare und bewusste Reflexion am Jahresende.

10 Journaling-Fragen für Klarheit, Loslassen und deinen Jahreswechsel

Mach es dir gemütlich, vielleicht mit einer Tasse Tee, Musik im Hintergrund und deinem Lieblingsstift.
Es geht nicht darum, etwas richtig zu beantworten, sondern ehrlich hinzuschauen und dich selbst zu hören.

Schreib, ohne nachzudenken. Schreib, was kommt. Lass es einfach fließen.


1. Was war 2025 wirklich schön – auch wenn es anders lief als geplant?

Manchmal sind es nicht die großen Erfolge, sondern die kleinen Momente, die uns getragen haben.
Dinge, die vielleicht anders gelaufen sind, als du wolltest, und trotzdem gut wurden.
Erinnere dich an Situationen, die dir ein warmes Gefühl geben, selbst wenn sie chaotisch waren.

Halte kurz inne: Welche Erinnerungen möchtest du mit in dein neues Jahr nehmen?


2. Wo habe ich mich selbst überrascht oder übertroffen?

Wir sind oft unsere größten Kritiker. Doch irgendwo in diesem Jahr gab es sicher einen Moment, in dem du über dich hinausgewachsen bist.
Vielleicht hast du etwas geschafft, was du dir nie zugetraut hättest, oder du bist einfach drangeblieben, obwohl es schwer war.

Schreib dazu: Worauf bist du stolz – ohne es kleinzureden?


3. Was darf bleiben – und was darf gehen?

Jahresende heißt: aussortieren, innerlich und äußerlich.
Schreib zwei Listen – Dinge, Menschen, Gedanken, die dir guttun, und jene, die dich eher belasten.
Manchmal genügt es, sich bewusst zu machen, was man nicht mehr mitschleppen will.

Tipp: Was würdest du loslassen, wenn du wüsstest, dass alles gut wird?

Alles, was du loslässt, schafft Raum für etwas Neues.


4. Welche Menschen oder Situationen haben mir Energie gegeben – und welche nicht?

Unser Umfeld prägt unsere Stimmung mehr, als wir denken.
Denk an Begegnungen, die dich inspiriert, gestärkt oder einfach nur zum Lächeln gebracht haben.
Und auch an die, nach denen du dich müde oder leer gefühlt hast.

Halte kurz inne und frag dich: Mit wem möchtest du 2026 mehr Zeit verbringen – und wovon vielleicht etwas weniger?


5. Wann habe ich mich wirklich lebendig gefühlt?

In welchen Momenten warst du ganz bei dir, ohne dich zu vergleichen oder zu hinterfragen?
Das kann etwas Kleines sein: ein Spaziergang im Regen, ein Gespräch, ein Lied.
Lebendigkeit zeigt dir, was dir guttut – sie weist dir den Weg zu deinem inneren Kompass.

Reflexion: Welche Situationen haben dir Freude geschenkt, die du wieder erleben möchtest?

Atme. Lies, was du bisher geschrieben hast. Zwischen den Zeilen findest du bereits Antworten.


6. Was habe ich über mich gelernt?

Jedes Jahr hinterlässt Spuren – Erkenntnisse, die still bleiben, wenn man sie nicht festhält.
Vielleicht hast du gelernt, geduldiger zu sein, Grenzen zu setzen oder dir selbst mehr zuzutrauen.
Diese Erkenntnisse sind dein Fundament für das, was kommt.

Schreib dazu: Welcher Satz beschreibt am besten, was du über dich gelernt hast?


7. Welche Ängste oder Zweifel will ich 2026 nicht mehr mitnehmen?

Es gibt Dinge, die uns klein halten, obwohl sie längst keine Macht mehr haben sollten.
Schreib sie auf – ehrlich, roh, so wie sie sich zeigen.
Manchmal hilft es, sie später zu zerreißen oder zu verbrennen. Das ist kein Symbol, sondern ein Akt der Befreiung.

Halte inne: Wie würdest du dich fühlen, wenn du diese Angst loslässt?

Loslassen ist kein Versagen. Es ist Mut in seiner sanftesten Form.


8. Was wünsche ich mir stattdessen – innerlich und äußerlich?

Nachdem du erkannt hast, was gehen darf, darfst du auch träumen.
Nicht von Zielen, sondern von Gefühlen.
Wie willst du dich fühlen, wenn du aufwachst, arbeitest, lebst?
Deine Antworten sind keine To-do-Liste, sondern eine Einladung.

Reflexion: Welche Gefühle willst du kultivieren, egal, was im Außen passiert?


9. Welche Routinen will ich stärken, welche loslassen?

Gewohnheiten formen unser Leben.
Schau liebevoll auf deine – ohne Selbstkritik.
Welche tun dir gut, welche kosten dich Energie?
Veränderung beginnt in kleinen Schritten, nicht mit Perfektion.

Schreib dazu: Welche eine Sache könntest du im Januar ausprobieren, um dich besser zu fühlen?


10. Wie möchte ich mich am 31. Dezember 2026 fühlen?

Schließ die Augen und spür in dich hinein.
Wie willst du zurückblicken, wenn das nächste Jahr endet?
Leicht? Stolz? In Frieden mit dir?
Diese Vision ist kein Druck, sondern ein Licht, das dich führt.

Tipp: Schreib einen kleinen Brief an dein zukünftiges Ich – mit allem, was du dir wünschst, dass es weiß.


Nimm dir Zeit, bevor du weitermachst. Du musst nichts sofort verstehen. Das Schreiben wirkt leise nach – oft erst Tage später.

Im nächsten Abschnitt erfährst du, wie du deine Journaling-Antworten auswertest und sie in echte Veränderungen verwandelst – Schritt für Schritt in Richtung Klarheit und Selbstvertrauen.

Infografik mit drei Spalten: Beibehalten, Loslassen und Stärken. In zarten Beige- und Grüntönen mit handgezeichneten Symbolen. Visualisiert das Journaling-Prinzip zur Auswertung am Jahreswechsel.

So wertest du deine Journaling-Antworten aus – dein Weg zu Klarheit und Neuanfang

Wenn du alle Fragen beantwortet hast, hast du wahrscheinlich mehr geschrieben, als du erwartet hättest.
Vielleicht stehen da Sätze, die dich selbst überraschen. Gedanken, die du sonst nie ausgesprochen hättest.
Das ist der erste Schritt – du hast innegehalten und dir zugehört.

Jetzt geht es darum, das, was du aufgeschrieben hast, zu verstehen und zu sortieren. Nicht analytisch, sondern liebevoll.

Lies deine Notizen langsam noch einmal durch. Nimm dir Zeit. Du musst nichts sofort verändern.


1. Erkenne die Themen hinter deinen Worten

Achte darauf, welche Wörter sich wiederholen.
Wo steckt Sehnsucht, wo Ärger, wo Dankbarkeit?
Oft ziehen sich durch die Seiten Muster, die mehr sagen als einzelne Antworten.
Vielleicht fällt dir auf, dass du dich oft nach Ruhe sehnst. Oder dass du das Wort „Mut“ mehrfach benutzt hast.

Das sind deine inneren Wegweiser. Sie zeigen dir, was du brauchst – nicht, was du „solltest“.

Tipp: Markiere mit einem Stift die drei Gedanken, die dich am meisten berühren. Sie sind dein Kompass für 2026.


2. Mach es greifbar: Beibehalten, Loslassen, Stärken

Teile deine Erkenntnisse auf einer neuen Seite in drei Spalten:

Beibehalten – Dinge, Menschen oder Gewohnheiten, die dir guttun.
Loslassen – alles, was dich bremst, stresst oder klein macht.
Stärken – was du mehr in dein Leben holen möchtest.

Diese einfache Übersicht macht sichtbar, was dir wirklich wichtig ist.
Du wirst spüren, dass Klarheit keine Frage des Wollens ist – sondern des Sehens.

Klarheit entsteht, wenn du erkennst, was bleiben darf – und was nicht mehr zu dir gehört.


3. Finde kleine Schritte statt großer Pläne

Wenn du deine wichtigsten Punkte gefunden hast, such dir nur eine Sache aus, die du verändern willst.
Vielleicht ist es, abends kurz zu schreiben.
Vielleicht, öfter Nein zu sagen.
Oder einfach öfter durchzuatmen, bevor du reagierst.

Veränderung beginnt in kleinen Momenten, nicht mit Neujahrsvorsätzen.
Das, was du regelmäßig tust, wird zu deiner neuen Basis.

Schreib dazu: Welcher kleine Schritt fühlt sich machbar – und gut – an?


4. Journaling als Routine im neuen Jahr

Nimm dir im Januar jeden Morgen oder Abend ein paar Minuten Zeit, um deine Gedanken festzuhalten.
Du brauchst keine feste Struktur – nur die Bereitschaft, dir zuzuhören.
Wenn du magst, nutze die Fragen aus diesem Artikel als wiederkehrende Reflexionspunkte.

Es ist erstaunlich, wie sich Klarheit vertieft, wenn du dich regelmäßig hinsetzt und einfach schreibst.
Manchmal ist es nur ein Satz, der alles verändert.

Journaling ist kein Projekt. Es ist eine Begegnung mit dir selbst.


5. Kleine Hilfen für deinen Start

Wenn du das Schreiben fest in deinen Alltag integrieren willst, hilft ein schöner Rahmen:
Ein Notizbuch, das du gern aufschlägst. Ein Lieblingsstift, der gut in der Hand liegt.
Und vielleicht ein paar Sticker oder Washi-Tapes, die dich motivieren, dranzubleiben.

Tipp:
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Du kannst deine Routine aber auch digital führen, zum Beispiel mit einem Canva-Template oder einer Journaling-App. Wichtig ist nicht, wie du schreibst – sondern, dass du schreibst.


6. Dein Mini-Reset für zwischendurch

Manchmal braucht man keinen langen Schreibabend, sondern einfach einen Moment zum Durchatmen.
Dafür ist der 0 € Mini-Mindset-Reset perfekt.
Er hilft dir, kurz innezuhalten, Gedanken zu sortieren und dich auf das Wesentliche zu besinnen – wann immer du merkst, dass dir alles zu viel wird.

Er passt wunderbar als Ergänzung zu deiner Journaling-Routine und unterstützt dich beim mentalen Loslassen.

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7. Vertiefe deine Reflexion – dein Weg zu Schreib dich frei

Wenn du beim Schreiben gespürt hast, dass da noch mehr in dir steckt, dann bist du bereit für den nächsten Schritt.
Vielleicht möchtest du verstehen, warum dich bestimmte Themen immer wieder beschäftigen.
Oder du willst endlich lernen, deine Gedanken nicht mehr nur zu beobachten, sondern sie zu verwandeln.

Genau dafür gibt es den Kurs „Schreib dich frei“ von PlanItHappy.
Er begleitet dich dabei, durch Journaling tief in deine eigene Geschichte einzutauchen, dich von alten Mustern zu lösen und echte emotionale Klarheit zu finden.

Es geht nicht um perfekte Sätze, sondern um ehrliche Worte. Um das, was unter der Oberfläche liegt.

Wenn du magst, trag dich in die Warteliste ein – du wirst als Erste erfahren, wann der Kurs geöffnet wird.
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Fazit: Klarheit entsteht, wenn du dich traust, hinzuschauen

Vielleicht hast du jetzt ein paar Seiten voller Gedanken, vielleicht nur ein paar Sätze.
Beides ist genug.

Journaling muss nicht perfekt sein – es muss nur ehrlich sein.
Es ist dein Ort, um dich zu erinnern, zu träumen, zu fühlen.

Und vielleicht ist genau das dein Neuanfang: nicht mehr alles kontrollieren zu wollen, sondern dir selbst Raum zu geben.

Heute beginnst du nicht mit Vorsätzen, sondern mit Wahrheit – deiner eigenen.

Ich empfehle dir nur Produkte und Kurse, hinter denen ich wirklich stehe. Einige davon sind sogenannte Affiliate-Links – wenn du über sie etwas buchst oder kaufst, unterstützt du meine Arbeit. Danke dir von Herzen 💛*