„Ich wollte nur eine Schublade aufräumen… und war 2 Stunden später emotional überfordert.“
Kennst du das?
Du willst einfach nur kurz was aufräumen.
Die eine Schublade in der Küche. Die mit den Tüten, Stiften, losen Zetteln und… naja, du weißt schon.
Du öffnest sie – und plötzlich machst du drei Dinge gleichzeitig:
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Du räumst aus
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Du findest alte Briefe und wirst emotional
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Du fragst dich: Warum hab ich das überhaupt alles aufgehoben?
Und dann sitzt du 2 Stunden später auf dem Boden, um dich herum ein Chaos aus Dingen, die du nicht brauchst – aber auch nicht einfach wegwerfen kannst.
Herzlichen Glückwunsch, du bist im emotionalen Ausmisten gelandet.
Und hey – ich war da auch. Mehrmals.
Ich dachte immer, Ausmisten heißt: Wegwerfen, was nicht mehr gebraucht wird.
Aber in Wahrheit heißt es: Sich entscheiden. Loslassen. Sich selbst ein bisschen neu kennenlernen.
Ausmisten ist mehr als nur Platz schaffen
Wenn es nur um Platz ginge, hätten wir längst ausgemistet.
Denn klar: Zu viel Zeug ist unpraktisch, unübersichtlich und schwer sauber zu halten.
Aber es geht um viel mehr.
Es geht um:
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Erinnerungen
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Schuldgefühle („Das war doch teuer…“)
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Erwartungen („Das könnte ich ja nochmal brauchen…“)
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Identität („Das war mal ein Teil von mir…“)
Jeder Gegenstand in deinem Zuhause hat eine Energie.
Und wenn dein Raum voll ist mit Dingen, die du eigentlich nicht mehr willst – dann ist da auch in deinem Kopf wenig Raum für Neues.
Warum der erste Schritt oft der schwerste ist
Es ist nicht das Ausmisten an sich, das so schwer ist.
Es ist dieses Anfangen. Dieses Öffnen der Tür oder Lade, von der du weißt: „Da wartet eine Entscheidung auf mich.“
Und Entscheidungen kosten Kraft.
Gerade dann, wenn du eh schon müde bist. Oder überfordert. Oder das Gefühl hast, in deinem Leben herrscht ohnehin schon Chaos.
Aber weißt du was?
Du musst nicht gleich das ganze Haus entrümpeln.
Du musst nicht mal ein ganzes Zimmer schaffen.
Du musst nur anfangen. Mit einem einzigen Teil.
Und genau deshalb habe ich dir diese Liste zusammengestellt.
10 Dinge, die du sofort ausmisten kannst – heute noch. Ohne viel Aufwand. Ohne schlechtes Gewissen.
Einfach, weil sie ihren Dienst getan haben. Und weil du etwas Besseres verdient hast: Klarheit. Platz. Ruhe.
Warum Ausmisten dich emotional so sehr entlasten kann
Ich weiß, es klingt komisch – aber manchmal ist das Loswerden eines zerbrochenen Haargummis oder eines alten Flyers der erste Schritt, um wieder Kontrolle über dein Leben zu spüren.
Weil es so simpel ist. Weil du entscheiden darfst. Weil du nicht funktionierst, sondern bewusst wählst:
Das brauche ich nicht mehr. Das darf gehen.
Chaos im Außen = Stress im Kopf
Wissenschaftlich belegt – und im Alltag spürbar:
Wenn dein Blickfeld ständig von Unordnung unterbrochen wird, erhöht sich dein Stresslevel.
Du verarbeitest mehr Reize. Du verlierst Fokus. Du fühlst dich getrieben.
Ordnung dagegen wirkt wie ein klarer Horizont.
Dein Nervensystem beruhigt sich. Du kannst besser denken. Du spürst wieder mehr Kontrolle.
Und es muss nicht sofort die Instagram-taugliche Minimalismus-Oase sein.
Manchmal reicht es, wenn eine einzige Lade leer ist. Oder du wieder Platz im Küchenschrank hast. Oder du in der Kommode nicht mehr suchen musst.
Loslassen ist nicht Verlust – sondern Befreiung
Ich hab lange Dinge behalten, weil ich dachte:
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„Das war teuer.“
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„Das hat mir mal jemand geschenkt.“
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„Vielleicht brauche ich das nochmal.“
Heute sage ich:
Wenn du es seit einem Jahr nicht vermisst hast – brauchst du es nicht mehr.
Und wenn es dir jedes Mal einen Stich gibt, wenn du es siehst – dann erst recht nicht.
Du darfst Dinge gehen lassen, die mal wichtig waren.
Weil du dich weiterentwickelt hast.
Weil du jetzt andere Bedürfnisse hast.
Weil du Platz brauchst – außen und innen.
10 Dinge, die du noch heute ausmisten kannst
Du brauchst keinen Großputz und keinen Wochenend-Workshop, um dein Zuhause leichter zu machen.
Du brauchst nur eine Entscheidung. Und vielleicht 15 Minuten.
Hier kommen 10 Dinge, bei denen du sofort Platz, Luft und einen kleinen „YES“-Moment bekommst – ganz ohne schlechtes Gewissen. (Und ja, du darfst dabei Musik hören, fluchen oder dich feiern. Alles erlaubt.)
1. Alte Zeitschriften & Werbeprospekte
Mal ehrlich – wie oft liest du sie wirklich nochmal?
Du hebst sie auf „für später“, „zum Nachkochen“ oder „weil das Cover schön war“.
Aber dieser „später“-Stapel wird mit jedem Monat größer… und staubiger.
Jetzt ist der Moment:
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Behalte 1–2 Magazine, die dir wirklich Freude machen
-
Der Rest? Ab ins Altpapier
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Und wenn du ein Rezept brauchst: Google hat’s auch
2. Socken ohne Partner
Das ist vielleicht der Klassiker – aber sowas von befreiend.
Du hoffst noch, dass die andere Socke auftaucht? Lass los. Die ist im Socken-Nirvana.
(Spoiler: Sie kommt nicht zurück.)
Tipp:
Sammle alle Solo-Socken → nimm dir 3 Minuten → triff Entscheidungen.
Vielleicht 1–2 zum Putzen behalten, der Rest: Danke & Tschüss.
3. Leere Verpackungen & angebrochene Tiegel im Bad
Du willst dein Bad ordnen, aber es quillt über mit halbvollen Duschgels, abgelaufener Creme und Shampoo-Proben?
Ausmisten geht hier richtig schnell – und macht sofort was her:
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Alles, was leer ist: weg
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Alles, was alt, ranzig oder komisch riecht: auch weg
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Alles, was du seit Monaten ignorierst: ehrlich? Auch weg.
Und plötzlich hast du Platz im Regal, und dein Bad fühlt sich wieder einladend an. ✨
4. Gekritzelte Notizzettel & alte To-do-Listen
Du findest sie in Taschen, Schubladen, neben dem Bett, in der Küche…
Kleine Zettel mit halbfertigen Einkaufslisten, schnellen Gedanken, alten Terminen.
Jetzt ist Zeit für Klarheit:
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Sammle alle Zettel
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Lies sie einmal durch
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Entscheide: Brauche ich das noch – oder darf das gehen?
Du wirst dich wundern, wie sehr diese kleinen Papierleichen dich im Kopf blockieren.
5. Tupperdosen ohne Deckel – oder Deckel ohne Dosen
Du hast wahrscheinlich eine komplette Küchenschublade, die diesem Punkt gewidmet ist, oder? 😅
Du suchst einen Deckel – und findest 5, die nicht passen.
Du findest einen Behälter – aber nix dazu.
Jetzt ist der Moment für das große Dosen-Matching:
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Alles rausholen
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Deckel zuordnen
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Was nicht passt: raus
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Was brüchig, vergilbt oder verzogen ist: auch raus
Bonus: Danach hast du mehr Platz – und weniger Nervenzusammenbrüche beim Kochen.
6. Werbegeschenke, die du eh nie benutzt
Kugelschreiber von der Messe. Mini-Taschenlampen. Schlüsselanhänger. Einkaufswagenchips.
Du brauchst sie nicht – aber sie liegen trotzdem überall rum.
Frage dich bei jedem Teil:
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Nutze ich das wirklich?
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Macht es mir Freude?
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Ist es überhaupt meins?
Wenn nicht: Verschenken, spenden oder direkt entsorgen. Jedes Teil zählt.
7. Stifte, die nicht mehr schreiben
So simpel – so oft ignoriert.
Du nimmst einen Kuli, willst was notieren – nichts passiert. Nervig. Und unnötig.
Mach’s kurz & effektiv:
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Schnapp dir deine Stifte-Sammlung
-
Probiere jeden aus
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Alles, was nicht schreibt: sofort raus
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Bonus: Behalte nur 1–2 Lieblingsstifte griffbereit
Dein Schreibtisch wird sich bedanken. Dein Kopf auch.
8. Klamotten mit schlechtem Gefühl
Du kennst sie.
Die Jeans, in die du irgendwann wieder reinpassen wolltest.
Das Shirt, das dich ständig zieht.
Das Kleid, das nie zu dir gepasst hat – aber teuer war.
Was Kleidung mit dir macht, ist nicht egal.
Wenn du siehst, was nicht mehr passt oder dir ein schlechtes Gefühl gibt, speicherst du innerlich: Ich bin nicht gut genug.
Zeit, das zu ändern.
Sortier aus, was dich nicht stärkt – und behalte nur, was du gern trägst. Auch, wenn’s wenig ist. Weniger ist besser als Selbstzweifel.
9. Geschenke, die dir nie gefallen haben
Ja, auch das darf gehen.
Nur weil dir jemand etwas geschenkt hat, heißt das nicht, dass du es für immer behalten musst.
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Es hat seinen Zweck erfüllt: jemand wollte dir eine Freude machen
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Wenn du es nie benutzt, nie ansiehst, nie magst: Gib es weiter
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Es ist kein Undank – es ist Selbstfürsorge
Du bist nicht dein Geschenkeschrank. Punkt.
10. Küchenschublade: Geräte oder Kleinkram, die du 1 Jahr nicht genutzt hast
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Der Zitronenspritzer
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Der Apfelentkerner
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Die Eierschneider-Zange
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Und das Ding, das du gar nicht mehr zuordnen kannst
Wenn du’s nicht benutzt – brauchst du’s nicht.
Mach die Schublade einmal komplett leer. Frag dich bei jedem Teil:
→ Nutze ich es wirklich?
→ Habe ich was anderes, das das Gleiche kann?
Was du weglässt, macht Platz. Für Luft. Für Klarheit. Für echte Lieblingsdinge.
Wie du aus „einmal ausmisten“ eine echte Veränderung machst
Okay – du hast jetzt losgelegt. Vielleicht hast du sogar schon die erste Socke, den ersten Werbekuli oder die halbe Tupperkiste aussortiert. Mega!
Aber wie geht’s weiter?
Denn sind wir ehrlich: Einmal aufräumen ist gut.
Dranbleiben ist besser.
10 Minuten am Tag = große Wirkung
Du brauchst keine radikale Entrümpelungsaktion à la „Magic Cleaning“.
Du brauchst eine liebevolle, kleine Routine, die du auch an schlechten Tagen umsetzen kannst.
Das kann heißen:
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Jeden Abend 5 Minuten „sichtbare Flächen“ freiräumen
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Jeden Morgen 1 Fach / 1 Lade kurz durchschauen
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Jeden Samstag 1 Kategorie: Stifte, Badschrank, Bücher, was auch immer
Stell dir einen Timer. Nimm dir einen Bereich.
Mehr musst du nicht tun.
Klarheit entsteht nicht durch ein großes Projekt – sondern durch viele kleine Entscheidungen.
Und ja, manchmal wirst du Pause machen. Und wieder anfangen. Und das ist okay.
7-Tage-Impuls: Was du loslassen könntest
Falls du denkst: „Ich will dranbleiben – aber mir fehlt der Plan…“
Hier ein Mini-Impuls für die nächsten 7 Tage:
| Tag | Kategorie |
|---|---|
| 1 | Besteckschublade / Küchenhelfer |
| 2 | Badezimmerschrank (alte Kosmetik) |
| 3 | Kleiderschrank (Oberteile, Socken etc.) |
| 4 | Papiere & Zettel (Schreibtisch) |
| 5 | Deko & Kleinkram (Fensterbank, Regal) |
| 6 | Handy & Apps (digital ausmisten!) |
| 7 | Free for all: dein Bauchgefühl sagt’s |
Mach nicht alles perfekt. Mach einfach mit Herz.
Und frag dich: Was darf heute gehen – damit ich wieder freier atmen kann?
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-
Mini-Impulse zum Loslassen
-
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🧺 Ich mach das hier für mich. Und ich mach’s gut.
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Fazit: Weniger Zeug. Mehr DU.
Was nehmen wir mit?
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Ausmisten ist nicht nur ein Akt des Wegwerfens.
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Es ist ein Akt der Selbstfürsorge.
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Du lässt los, was dich belastet – damit mehr Platz entsteht. Für dich. Für Ruhe. Für dein echtes Leben.
Und ja, du darfst emotional werden dabei.
Du darfst Dinge behalten, weil du noch nicht bereit bist.
Du darfst loslassen, ohne dich zu rechtfertigen.
Alles, was du brauchst, ist ein Anfang. Und den hast du heute gemacht.
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💬 Deine Meinung?
Was war dein erster „YES“-Moment beim Ausmisten?
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